Fritz Erik Hoevels
Eine ungewöhnliche ödipale Wunscherfüllung
in Thackerays »Henry Esmond«
System ubw – Zeitschrift für klassische Psychoanalyse
21. Jahrgang, Heft 1, März 2003, S. 46-61
Ahriman-Verlag, Freiburg i. Br.
ISBN-13: 978-3-89484-706-7
ISBN-10: 3-89484-706-9
ISSN 0724-7923
Abstract:
In Thackerays letztem Roman »Henry Esmond« vollzieht sich eine ungewöhnlich vollständige phantastische Erfüllung der Ödipuswünsche. Die Mutter des Verfassers wird, wie oft bei Thackeray, im Roman in zwei Personen zerlegt (die untereinander als Mutter und Tochter verbunden sind); die ältere davon bleibt das Objekt, welches der den Verfasser vertretende Held schließlich und glücklich erreicht, die jüngere muß die Strafe für die reale Bevorzugung des realen Vaters vor dem realen Sohn tragen, die dieser für sie vorgesehen hat. Der Vater selbst wird phantastisch vielfach herabgesetzt und schließlich physisch beseitigt, seine von ihm abgespaltene frühe Imago isoliert.
|