Reihe: Unerwünschte Bücher zur
Kirchen- und Religionsgeschichte Nr. 1
J. R. Grigulevic
Ketzer - Hexen - Inquisitoren
Über den Autor
Herausgegeben und eingeleitet von Fritz Erik Hoevels
537 S., 29 Abb., 2. Aufl.
mit Personen-, Quellen- und Literaturverzeichnis
EUR 26,- / sFr 47,-
ISBN-13: 978-3-89484-500-1
ISBN-10: 3-89484-500-7
Erschienen 1995
Jetzt auch auf Spanisch erhältlich!
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Seit Jahren vergriffen, ist dieses Standardwerk der Geschichte
der Inquisition (13.-20. Jahrhundert) jetzt endlich wieder zugänglich.
Es zeigt in aller wünschenswerten Klarheit die Verbrechen
der Kirche im »Umgang« mit den religiösen Minderheiten
ihrer Zeit auf und ermöglicht dadurch den Vergleich mit ihrem
heutigen Vorgehen gegen die ihr zutiefst verhaßte religiöse
Konkurrenz. Damit das von den Verursachern und ihren weltlichen
Apologeten zuweilen ganz selbstkritisch so bezeichnete »dunkle
Kapitel der Kirchengeschichte« auch weiterhin kräftig
dunkel bleibt, sollen Bücher wie dieses möglichst leise
und unauffällig verschwinden, ihre Inhalte sollen, wenn schon
nicht dem Feuer, so doch wenigstens dem Vergessen übergeben
werden. Wir freuen uns, mit dieser erweiterten Neuauflage, die
zugleich unsere neue Reihe »Unerwünschte Bücher
zur Kirchengeschichte« eröffnet, diesem finsteren Vorhaben
einen Strich durch die Rechnung gemacht zu haben.
Inhalt:
- Vorwort
- Die Inquisition vor dem Gericht der Geschichte
· Der Streit ist noch nicht zu Ende
· Seit Adam und Eva - Begriffe und Chronologie der Inquisition
· Wie die Verbrechen der Inquisition aufgedeckt wurden
· Historiographie der Inquisition
- Die Inquisition vor der Inquisition
· Ihr Ursprung
· Vorboten neuer Stürme
· Diese »unausrottbare Abscheulichkeit«
- Das System
· Die Richter
· Die Anklage
· Die Untersuchung
· Das Verhör
· Die Folter
· Das Urteil
· Autodafé und Scheiterhaufen
- Wahre und scheinbare Häretiker
· Die Abrechnung mit der Armutsbewegung
· Die lange Jagd auf »Hexen«
· Der Prozeß gegen die Templer
· Jan Hus und Hieronymus von Prag - Opfer der Konzilsinquisition
· Jeanne d'Arc - Heldin, »Hexe«, Heilige
- Die blutige Epopöe der spanischen Suprema
· Die »neue« Inquisition geht an die Arbeit
· Das Kind des Thomas Torquemada
· Der Terror wird fortgesetzt
· Die Verfolgung Andersdenkender
· Das Beispiel eines Autodafés
· Der Untergang der Suprema
- Scheiterhaufen im kolonialen Amerika
· Die Conquista und die Inquisition
· Die Hand der Suprema in Westindien
· Die Inquisitionstribunale in Aktion
· Feinde der Unabhängigkeit der Kolonien
- Die Verbrechen der portugiesischen Inquisition
· Die Krone errichtet das »heilige Gericht«
· Der Handel mit dem päpstlichen Stuhl
· Das System, die Einkünfte, die Unterdrückung der Gedankenfreiheit
· Die Inquisitoren in den Kolonien
· Das spanische Intermezzo
· Wen richtete sie?
· Das unrühmliche Ende
- Die Päpste in der Rolle von Inquisitoren
· Die römische und die Konzilsinquisition
· Das Verbrechen und die Bestrafung des Giordano Bruno
· Die »Reue« des Galilei
· Der Index der verbotenen Bücher
· Im Zeichen des Syllabus
· Die Inquisition im 20. Jahrhundert
· Neues Aushängeschild - alte Ordnungen
- Quellen- und Literaturverzeichnis
- Personenregister
»Der russische Historiker J.R. Grigulevic hat mit seinem
Buch über Inquisition - 'Ketzer, Hexen, Inquisitoren' - die
gründlichste und bestrecherchierte Darstellung dieses abscheulichen
Themas geliefert, die mir bis heute in die Hände gekommen
ist. ... Von Völkern, die mörderische Kriege geführt
haben, hat man 'Aufarbeitung' ihrer Vergangenheit zu Recht gefordert;
Buße und ständige Reue, dauernde Erinnerung und 'mea
culpa's'. Aber die katholische Kirche darf unbehelligt von Schuldgefühlen
weiter ihre eisern dogmatische Haltung vertreten, die einmal zu
jenen Massen-Hysterien und kollektiven Horrorzuständen geführt
hat. Denn die größte Schande für die Menschheit
und der größte Zweifel an ihr sind nicht entstanden
durch Individuen, die sich sowieso offen zu Mord und Totschlag
bekannten, sondern durch jene Heuchler, die ihre Untaten unter
dem strahlenden Mantel der Heiligkeit und der Unfehlbarkeit verstecken
konnten.«
Zeitung vom Letzeburger Vollek, Luxemburg
»Fritz Erik Hoevels, der Herausgeber des Werkes, läßt
keine Zweifel an seiner Sicht der Dinge. In einem fulminanten
Vorwort verdammt er die mittelalterliche Kirche nicht bloß,
sondern geht seinerseits mit Feuer und Schwert gegen die Kirche
vor. ... Wer Überblick sucht, wird mit dem Werk gut bedient.«
Nürtinger Zeitung
»Ein sicher unerwünschtes Buch zur Kirchengeschichte. Aber eins,
in dem jede Zeile stimmt.«
Kommentare zum Zeitgeschehen
»Nachdrücklich empfohlen.«
BLS Informationsdienst für öffentliche Bibliotheken
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