Manfred Histor
Willy Brandts vergessene Opfer
Geschichte und Statistik der politisch motivierten Berufsverbote
in Westdeutschland 1971-1988
Über den Autor
Mit einem Vorwort des Präsidenten des 3. Russell-Tribunals,
Prof. Vladimir Dedijer
249 S., 29 Schaubilder, 2. erw. Aufl.
EUR 10,- / sFr 19,50
ISBN-13: 978-3-922774-07-5
ISBN-10: 3-922774-07-5
Erschienen 1989
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Dieses Buch beschreibt zum ersten Mal die Geschichte der westdeutschen
Berufsverbote nicht anhand von Einzelfällen, sondern anhand
ihrer möglichst lückenlosen und flächendeckenden
Dokumentation und statistischen Aufbereitung. Erst dadurch wird
die ganze Dimension des mit ihnen verbundenen Unrechts klar, ähnlich
wie es mit einer entsprechenden Dokumentation der Verfolgung von
Juden und Kommunisten im Dritten Reich (analog wäre etwa:
bis 1942) der Fall wäre. Es wird geschildert und vor allem
dokumentiert, wie entgegen vielen Legenden die SPD von Anfang
an die treibende Kraft gewesen und geblieben ist und in den anderen
westdeutschen Parteien nur mehr oder weniger willige Mittäter
fand.
Neben einer verfassungsrechtlichen Würdigung und der Herausarbeitung
der westeuropäischen Singularität dieses massenhaften
Unrechts ist dieses Buch von besonderer Bedeutung durch die in
über 10.000 Arbeitsstunden ausgewertete Fülle des Archivmaterials.
Diese unübersehbare Arbeit leisteten in ihrer Freizeit zahlreiche
Mitglieder der Freiburger Bürgerinitiative gegen Berufsverbote,
aus welcher die wegen ihrer Unbeugsamkeit verschrieene Bunte Liste
Freiburg hervorgegangen ist. - Ein Buch für jeden, der über
die Berufsverbote mitreden statt mitquasseln will!
Inhalt:
- Vorwort
- Einleitung
- Der 28. Januar 1972
- Die Vorgeschichte des Radikalenerlasses
- Willy Brandt
- Die Opfer
- Die Gewerkschaften
- Die Justiz
- Die »Liberalisierung« - Abschied vom Radikalenerlaß?
- Der »Widerstand«
- Was bleibt ... Der Radikalenerlaß und seine Folgen
- Anmerkungen
- Anhang
"Eine spannende Dokumentation von Rechtsbeugungen und Menschenrechtsverletzungen,
wie sie noch immer passieren."
ORF, Das Bücherviertel
"Manfred Histor ... hat erstmals präzise ein
überfälliges und bald schon in Vergessenheit geratenes
Thema aufgearbeitet, den 'Radikalenerlaß' vom 28. Januar
1972."
Forum, Wien
"Das der psychoanalytischen Terminologie entnommene
Verlagsmotto 'Unser Programm ist die Wiederkehr des Verdrängten'
paßt auch auf dieses Thema: Es gibt nämlich heute kaum
eine nennenswerte Opposition gegen die Berufsverbote, man hat
sich daran gewöhnt und redet nicht mehr darüber."
Volksstimme, Wien
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