Ketzerbriefe 126
Sonderheft Naturwissenschaft (VIII)
EUR 4,50 / sFr 8,10
ISSN 0930-0503 ISBN-13: 978-3-89484-235-2 ISBN-10: 3-89484-235-0
Mai/Juni 2005
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Inhalt
- Editorial
- Fritz Erik Hoevels
Selektionsdruck und Evolutionsgeschwindigkeit
- Beate Skalée
Naturschutz für Invaderspezies statt Rettung der Originalfaunen
- Katja Florin
Unter dem Vorwand des Naturschutzes zurück zum Feudalismus
- Postume Hetze gegen Prof. Dr. Dr. Bernhard Grzimek
- Kerstin Steinbach
Feuer frei aufs Nashorn
- Viktor Kartin
»Dein Wille geschehe« – Neurotheologisches im ›GEO‹
zum sogenannten »Freien Willen«
- Gloße
Eine Begegnung mit Tier»schützern« an Namibias Küste
Editorial
Die Erde braucht keine Natur –
aber Deutschland braucht Einwanderer!
Wie Arno Schmidt einmal richtig feststellte, stand »die Menschheit im
6. Jahrhundert vor der wichtigen Erkenntnis, daß man auch ohne Kultur
auskommen könne«. Mittlerweile steht sie vor einer weiteren, nämlich
daß man auch ohne Natur auskommen kann. Denn einer Wahrnehmung
kann sich inzwischen auch der Stumpfeste nur mit treuer
Anstrengung entziehen – wo man geht und steht, wohin man auch reist
(wenn es nicht gerade die entlegensten Sand- oder Eiswüsten sind), es
ist zu voll! Der Planet platzt aus allen Nähten, es gibt einfach zu viele
Menschen, die Horde ist um das Zehnfache zu groß geworden und
wächst beständig weiter. Und schafft man es tatsächlich einmal, für viel
teures Geld ein einigermaßen naturbelassenes Fleckchen aufzusuchen
wie beispielsweise die Falkland-Inseln, dann wird einem sofort
schmerzlich bewußt, was für eine seltene Ausnahme dies darstellt und
wie unsäglich bedroht sie ist, denn eines ist klar: sobald die Inseln an
Argentinien übergeben werden, werden sie mit Menschen vollgeknallt,
die sich pausenlos vermehren, bis auch der letzte Pinguin keinen Fisch
mehr findet! (Den fressen sie nämlich vorher.) Damit wäre eine der wenigen
guten Nebenwirkungen des britischen Imperialismus beseitigt.
Die Artenzahlen der Tiere und Pflanzen steigen entgegengesetzt proportional
zur Anzahl der Exemplare von Homo sapiens (welch unpassender
Name für diese Spezies, zumindest in diesem Jahrhundert), d.h.
sie sinken dramatisch, und als ob dieser Prozeß noch einer Beschleunigung
bedürfte, werden einheimische Arten gebietsfremden Invasoren
preisgegeben. In gewisser Hinsicht spiegelt das Schicksal unserer Flora
und Fauna (die sich nicht wehren kann) die Zukunft der deutschen, der
europäischen und letztendlich der Welt-Bevölkerung wider, die sich
allerdings wehren könnte. Entgegen aller Illusionen und Kindischkeiten,
wie der mantramäßig wiederkehrenden sinkenden Zahl der Deutschen,
die doch nur weiteres Ausklinken und Stillhalten beim Import
zahlloser Arbeitskräfte (als wäre die Anzahl der Arbeitslosen nicht
hoch genug) bewirken soll, ist die Überbevölkerung ein weltweites
Problem und kann ausschließlich durch weltweite Maßnahmen erfolgversprechend
in Angriff genommen und gelöst werden. Der Staat hat
einen Grund dafür, warum er mittlerweile 25jährige lebenslang durch
erhöhte »Pflege«versicherung bestraft, wenn sie bis zu diesem Alter
keine Kinder haben, noch hat er nicht genügend Leibeigene, die sich
gegenseitig in die Pfanne hauen, und noch ist nicht endgültig gesichert,
daß sie nicht auf »dumme Gedanken« kommen. Deshalb sollte man
sich auch keine Illusionen in diesen oder irgendeinen anderen der derzeit
bestehenden Staaten machen. Anfangen kann und muß jeder bei
sich selbst, allerdings nicht durch sinnlosen Verzicht oder hingebungsvolles
Mülltrennen, wie es von grün-christlicher Seite gepredigt wird,
sondern gerade durch die Resistenz gegen diesen hirnverunreinigenden
Mist! Wir freuen uns, daß wir mit dieser Ausgabe der Ketzerbriefe
– seit langem endlich wieder ein Sonderheft Naturwissenschaft – Material
zur Antikörperbildung gegen den geistinfizierenden Dauerbeschuß
unserer bzw. der Feinde der Menschheit zur Verfügung stellen können.
Und alle Beiträge zeigen:
Weltweite Bevölkerungsreduktion ist die dringlichste Maßnahme,
wenn man einen Rest Natur retten und ein halbwegs angenehmes Leben
für sich und die restliche Bevölkerung erreichen will. Darunter
geht es nicht.
Beate Skalée
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