20.08.2015

Liebe Freunde und Unterstützer von Alexander Dorin,

wir haben einige Neuigkeiten, leider keine guten, was die Haftbedingungen von A. Dorin angeht: Er wird in strikter Einzelhaft gehalten und hat keinen Kontakt mit irgendwelchen Mitgefangenen. Der Gefangene soll weichgeklopft werden, damit er durch entsprechende Geständnisse den Vorwandscharakter seiner gegenwärtigen Verfolgung verschleiern hilft. Danach ist zweifellos eine Pressekampagne gegen ein schon beschmutztes Opfer vorgesehen. Nur öffentliche Aufmerksamkeit kann verhindern, daß diese infame Rechnung aufgeht.

Eine kleine ermutigende Mitteilung können wir aber doch machen: Der Herausgeber des Srebrenica-Bandes von A. Dorin, Dr. Peter Priskil, hat vor 14 Tagen der serbischen Zeitschrift Vesti ein längeres Interview zu dessen Verteidigung gegeben, das in zwei Teilen veröffentlicht wurde.

Teil 1: POGLEDAJTE VEST
Teil 2: POGLEDAJTE VEST

  Auszüge aus dem Vesti-Interview mit Peter Priskil in deutscher Übersetzung

Vesti ist die einzige serbische Zeitung mit internationaler Verbreitung, die noch nicht auf Kapitulationskurs gegenüber den NATO-Aggressoren gegangen ist. Die Resonanz war erfreulich: schon in den ersten beiden Tagen gingen weit über 70 zustimmende Zuschriften ein, der Spendenfluß war beträchtlich (so daß wir mittlerweile etwas mehr als die benötigte Summe zusammen haben), und es ist davon auszugehen, daß mittlerweile zahlreiche Protestschreiben aus aller Welt beim Schweizer Justizdepartement in Bern eingegangen sind, sehr zum Ärger der "willigen Vollstrecker" der US-Kriegspolitik und der damit in Verbindung stehenden Lügen, die A. Dorin so vorbildlich und gründlich entlarvt hat. Damit kommen wir zum Kern der Sache:

Was wir jetzt für sinnvoll erachten, ist eine Unterstützung für Alexander Dorin nach dem Vorbild der Solidaritätsaktion für Angela Davis.

Manche von Euch werden sich daran erinnern, daß Angela Davis nach der Falschbeschuldigung durch die US-Behörden nur dadurch vor dem elektrischen Stuhl gerettet werden konnte, daß aus aller Welt, hauptsächlich den Ostblockstaaten, "Eine Million Postkarten" im Gefängnis eintrafen, in dem man Angela Davis gefangen hielt. Die geplagte US-Justiz mußte seinerzeit sechs Angestellte zusätzlich einstellen, um die Flut der Solidaritätskarten zu bewältigen. Auch wenn es diesmal nicht so viele Postkarten sein werden und die Bürokratie versuchen wird, diese zu unterschlagen, wollen wir Euch genau diesen Vorschlag unterbreiten, denn es ärgert die Unterschläger doch. Schreibt also Postkarten an den unter dem leicht als solchen zu durchschauenden Vorwand des "Cannabis-Handels" in Gefangenschaft gehaltenen Aufklärers und Wahrheitsfreundes Alexander Dorin. Ermutigt ihn, durchzuhalten und sich von den schmutzigen und an den Haaren herbeigezogenen Vorwänden nicht kleinkriegen zu lassen. Das niederträchtige Kalkül, es sei noch einmal darauf verwiesen, besteht darin, A. Dorin in eine kriminelle Schmuddelecke zu stellen, um sein aufklärerisches Wirken zu desavouieren und unschädlich zu machen.

Deshalb: Schreibt eine Solidaritäts-Postkarte an Alexander Dorin!

Adresse: Untersuchungsgefängnis Basel-Stadt
Binningerstrasse 21
CH-4051 Basel
Schweiz

Bei Angela Davis hat dies über Leben und Tod entschieden, und klüger brauchen wir nicht zu sein!

Wenn selbst ein Gericht der allmächtigen USA und eines des als besonders wild verschrienen Dritten Reiches (nämlich im Reichstagsbrandprozeß) durch internationale Aufmerksamkeit zurückgezwungen werden konnten, warum soll das bei einem Gericht der servilen schlotternden Schweiz nicht möglich sein?! Besonders wenn sie international ist. Beim Reichstagsbrandprozeß war das nicht anders.

Fordert alle Eure Freunde und Bekannten, insbesondere im Ausland, dazu auf, ebenfalls eine Postkarte zu schreiben, denn die so gerne im Dunkeln ihr Unwesen treiben, fürchten die Öffentlichkeit wie Anaerobier den Sauerstoff!

PS. Zur Erinnerung: A. Dorin wurde im unmittelbaren Vorfeld des zwanzigsten Jubel-Jahrestages der NATO zu "Srebrenica" verhaftet, unmittelbar bevor er zu einer internationalen Konferenz in Belgrad per Video hätte hinzugeschaltet werden sollen; davor erschien in einer der größten Schweizer Tageszeitungen der Nachdruck eines vier Jahre alten Hetzartikels, der zuvor schon erfolgreich juristisch niedergeschlagen werden konnte; und drittens sollte durch die groß heraustrompetete, zu Ablenkungszwecken inszenierte Verhaftung des überführten Massenmörders und Anführers moslemischer Todesschwadronen Naser Oric von der Verhaftung Dorins abgelenkt werden. Oric ist längst wieder frei, aber Dorin sitzt noch immer! Indizien genug, die darauf hinweisen, daß es sich um einen Vasallendienst der Schweizer Regierung an ihrem amerikanischen Herrn handelt.




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