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Susanne Sarial
Herzog Blaubarts Burg krankhafte Neugier und neurotische Eifersucht

System ubw Zeitschrift für klassische Psychoanalyse
19. Jahrgang, Heft 1, November 2001, S. 47-61
AHRIMAN-Verlag, Freiburg
ISBN: 978-3-89484-704-3
ISBN-10: 3-89484-704-2
ISSN: 0724-7923


Abstract:

Anhand der Bartók-Oper »Herzog Blaubarts Burg« und weiteren Beispielen zeigt die Autorin, daß die zwanghafte Neugier, insbesondere in Verquickung mit sexuellen Verhältnissen, direkt den Ängsten des ödipalen Alters entspringt; es ist im Kern die Angst davor, daß die Geheimnisse, die sich für das Kind hinter der elterlichen Schlafzimmertür verbergen, sich gegen die eigene Person richten, und zwar einerseits in Form der Konkurrenz, vor allem aber in Form des befürchteten Präventivschlags (also die Kastration/Tötung durch den gleichgeschlechtlichen Elternteil in Folge der eigenen aggressiven Wünsche). Weiterhin wird der Wert des Übertretens sexueller Verbote im Sinne der Entneurotisierung diskutiert, sowie die gesellschaftliche Abwehr dieses Gedankens in der Ausdrucksform des Feminismus.







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