Reihe: Unerwünschte Bücher zum Faschismus Nr. 3
Bernard Goldstein
"Die Sterne sind Zeugen"
Der bewaffnete Aufstand im Warschauer Ghetto
Bericht eines der Anführer
Über den Autor
Mit einem Geleitwort von Beate Klarsfeld
263 S., 39 Abb., 1 Übersichtskarte, 2. Aufl.
EUR 14,50 / sFr 29,-
ISBN-13: 978-3-922774-69-3
ISBN-10: 3-922774-69-5
Erschienen 1992
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Dieses Buch - welches im Herbst 1992, noch vor dem fünfzigsten
Jahrestag des Aufstandes erschien - enthält mit dem Bericht
Bernard Goldsteins eines der wenigen authentischen Zeugnisse des
bewaffneten Kampfes, den ein gut organisierter Zusammenschluß
unterschiedlichster politischer Gruppen im Warschauer Ghetto mit
Entschlossenheit und Heldenmut gegen die Hitlerschergen führte.
Obwohl sie nicht gewinnen konnten, kämpften sie bis zum letzten
Atemzug. Sie übten Vergeltung um ihrer eigenen Würde
und um der Menschenwürde willen.
Goldstein, einer der Anführer des Aufstandes, beschreibt
nicht nur diesen ungleichen militärischen Kampf, zu dem er
sich entschlossen hatte, weil er sich nicht widerstandslos von
den Nazibestien in den Tod schicken lassen wollte, sondern auch
den Kampf, den die Führer gegen die Bereitschaft der übrigen
Ghettobewohner, den Lügen der Nazis Glauben zu schenken,
ausfechten mußten. 'Sie wollten nichts von den Berichten
über die Schlächtereien in den Provinzen hören.
Brot und Marmelade auf dem Weg zur Arbeit und zu einem besseren
Leben waren verlockend!' - so glaubten viele Juden noch auf dem
Weg nach Treblinka eher dem Judenrat und den Nazis als den hellsichtigeren
und illusionsloseren unter ihren Leidensgenossen.
"Goldsteins Bericht fasziniert durch das präzise Gedächtnis
seines Autors, das ihn kein Unrecht, mag es auch im Verhältnis
zum Gesamtausmaß des Holocausts klein und unbedeutend erscheinen,
vergessen hat lassen. So gewinnt man durch die Schilderungen der
großen und kleinen Demütigungen des Ghettoalltags,
in dem zeitweise bis zu eine halbe Million Menschen zusammengepfercht
leben mußte, ein plastisches Bild der Nazibestialitäten,
das durch bloße Statistiken nicht entstehen könnte.
... Wie Goldstein schreibt, machten er und seine Genossen sich
über den Ausgang ihres Aufstandes auch keine Illusionen;
aber: sie wollten wie Menschen sterben und nicht wie Lämmer
auf der Schlachtbank. Beate Klarsfeld formuliert in ihrem Geleitwort:
'Sie wählten ihren Tod, sie wollten aufrecht sterben, aber
mit dem Bewußtsein, auf ewig ein ruhmreiches Beispiel für
das jüdische Volk zu bleiben.'"
Illustrierte Neue Welt
"Die genaue Erinnerung, das niemals nachlassende Unrechtsbewußtsein
Goldsteins, das sich in jeder Zeile niederschlägt, und die
würdevolle, unbeugsame Haltung selbst angesichts der Übermacht
des Gegners, die die Warschauer Ghetto-Kämpfer insgesamt
auszeichnete, machen Goldsteins Buch zu einem der spannendsten
Zeitzeugnisse des antifaschistischen Widerstands, das man kaum
eher aus der Hand legt, bis man nicht die letzte Seite gelesen
hat."
Parlament, Beilage zur Wiener Zeitung
"Zwar kennt fast jeder das Stichwort 'Aufstand im Warschauer
Ghetto', aber seine Helden, seine Vorgeschichte und sein Verlauf
sind weiße Flecken in den Geschichtsbüchern."
Neue Zeit, Graz
"Die akribisch gezeichneten Details machen das Buch zu einer
fesselnden Lektüre."
Antifa
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